Kroatische Schüler*innen bei PISA 2025 unter OECD-Durchschnitt
9.9.2026
Die Ergebnisse der internationalen PISA-Studie 2025 zeigen für Kroatien unterdurchschnittliche Leistungen in allen zentral untersuchten Bereichen. In den Naturwissenschaften erreichten die kroatischen Schüler*innen 476 Punkte, in Mathematik 455 und beim Lesen 453 Punkte – jeweils weniger als der OECD-Durchschnitt. Insgesamt nahmen in Kroatien 6.424 15-Jährige aus 268 Mittelschulen und fünf Volksschulen an der Untersuchung teil. Beim Lesen zeigt sich die deutlichste langfristige Verschlechterung: Zwischen 2015 und 2025 sank der kroatische Wert um 33 Punkte. Rund 32 Prozent der Schüler*innen erreichen die grundlegende Kompetenzstufe nicht. Auch in Mathematik und den Naturwissenschaften liegt der Anteil der Schüler*innen, die das Grundkompetenzniveau nicht erreichen, bei rund einem Drittel beziehungsweise einem Viertel. Mädchen schneiden insbesondere beim Lesen und in den Naturwissenschaften besser ab, während es in Mathematik keinen statistisch signifikanten Geschlechterunterschied gibt. Auch beim digitalen Problemlösen liegen kroatische Schüler*innen mit 464 Punkten unter dem OECD-Durchschnitt von 500 Punkten. Gleichzeitig sind die Schulen digital besser ausgestattet als noch vor einigen Jahren. Die Schüler*innen verbringen allerdings durchschnittlich 44 Stunden pro Woche mit digitalen Geräten. Der Leiter des kroatischen Zentrums für externe Bewertung des Bildungswesens (NCVVO), Vinko Filipović, sieht vor allem bei den Schulcurricula Verbesserungsbedarf. Die Überarbeitung und Weiterentwicklung der Lehrpläne sollen noch in diesem Jahr beginnen.