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Krakau / Polen

Neuer Raumfahrtfonds mit Krakauer Technologiepark als Partner

​Krakau soll beim neuen polnischen Raumfahrtfonds Vinci Space Tech Fund eine wichtige Rolle spielen. Die Polnische Staatsförderbank (BGK) stellt dafür rund 114,4 Millionen Euro bereit, um die Entwicklung und internationale Expansion polnischer Raumfahrtunternehmen zu fördern, Polens Position im europäischen Raumfahrtsektor zu stärken und sicherheitsrelevante Technologien zu entwickeln. Der Fonds ist der erste in Polen, der ausschließlich in Raumfahrttechnologien investiert. Zu den Partner*innen zählen der Mikrosatellitenhersteller ICEYE, die Polnische Weltraumagentur, das Ministerium für Entwicklung und Technologie sowie der Krakauer Technologiepark (KPT). Der Fonds konzentriert sich auf sechs Bereiche: Satelliten, Optik und Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation, Elektronik und Photonik, Raketen und Antriebe sowie Daten und Künstliche Intelligenz. Geplant sind Beteiligungen an 15 bis 20 Unternehmen, vorwiegend aus Polen. Auch europäische Firmen mit Geschäftsschwerpunkt in Polen kommen infrage. Krakau verfügt mit der Fakultät für Weltraumtechnologie der Wissenschaftlich-Technischen Universität (AGH) und dem vom Krakauer Technologiepark​ (KPT) entwickelten Space-Tech-Ökosystem über wichtige Forschungs- und Wirtschaftsstrukturen. Als strategischer Fondspartner unterstützt der KPT Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Technologien, der Geschäftsentwicklung und der Vernetzung mit Partner*innen und Investor*innen.

Sofia / Bulgarien

Nationales STEM-Zentrum im Sofia Tech Park eröffnet

​Im Sofia Tech Park wurde am 29. September 2026 das neue Nationale STEM-Zentrum feierlich eröffnet. Die Einrichtung soll als landesweites Kompetenzzentrum für die Förderung von Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwissenschaften und Mathematik dienen und eine engere Verbindung zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft schaffen. Nach Angaben von Innovationsminister Ivan Vassilev (parteilos) soll das Zentrum Schüler*innen sowie Lehrkräften Zugang zu modernster Infrastruktur und innovativen Lernmethoden bieten. Der Standort im Sofia Tech Park wurde bewusst gewählt, da sich in unmittelbarer Nähe wichtige Forschungs- und Innovationsakteure wie der bulgarische Supercomputer, das Forschungsinstitut INSAIT sowie Technologieinkubatoren und Investitionsfonds befinden. Das Zentrum verfügt über spezialisierte Labore für Naturwissenschaften, grüne Technologien, Robotik, Kü​nstliche Intelligenz, Mathematik und Informatik. Darüber hinaus umfasst die Anlage Außenlernflächen, eine STEM-Spielzone, ein Gewächshaus, ein Freiluftklassenzimmer, ein Amphitheater sowie Sporteinrichtungen. Das mit 17,5 Millionen Euro aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan finanzierte Projekt soll praxisorientiertes Lernen fördern und Schüler*innen, Lehrkräfte, Olympiamannschaften und Expert*innen vernetzen. An der Veranstaltung nahmen Vertreter*innen der Regierung, des Bildungswesens und der Wissenschaft teil.​

Sofia / Bulgarien

Konferenz zu Flüchtlingen und Schutzsuchenden in Sofia

​Am 29. September 2026 fand an der Universität für National-​ und Weltwirtschaft in Sofia die wissenschaftliche Fachkonferenz "Flüchtlinge und Schutzsuchende in Bulgarien" statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Nationalen Netzwerk für Kinder, der Staatlichen Agentur für Flüchtlinge und der Universität organisiert. ​Vertreter*innen aus Wissenschaft, staatlichen Institutionen, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft diskutierten über aktuelle Entwicklungen im Bereich Asyl und Migration. Im Mittelpunkt standen die Veränderungen der Rahmenbedingungen für Menschen, die internationalen Schutz in Bulgarien suchen, sowie die Herausforderungen für die zuständigen Institutionen. Ein weiterer Schwerpunkt war die öffentliche Wahrnehmung von Geflüchteten in den Medien, sozialen Netzwerken und der Gesellschaft. Die Teilnehmer*innen erörterten zudem Möglichkeiten zur Verbesserung der Unterstützung für Schutzsuchende und zur Stärkung des Schutzsystems für unbegleitete Minderjährige. Behandelt wurden insbesondere die Auswirkungen des EU-Migrations- und Asylpakts auf Bulgarien, die gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Flüchtlingen sowie Unterstützungsmodelle für Fachkräfte, die mit Kindern und Schutzsuchenden arbeiten. Die Konferenz verband wissenschaftliche Analysen mit praktischen Erfahrungen aus dem Arbeitsfeld Migration und Kinderschutz.​

Prag / Tschechien

Obdachlosenzentrum im siebten Prager Bezirk wird saniert

Die Prager Stadtverwaltung hat die Vorbereitung einer umfassenden Sanierung des von der Heilsarmee betriebenen Obdachlosenzentrums in der Tusarova-Straße im siebten Prager Bezirk genehmigt. Die Kosten des Umbaus werden auf rund 8,6 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer geschätzt. Nach der Modernisierung soll die Einrichtung 60 reguläre Betten sowie 20 weitere Plätze mit verstärkter Betreuung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bieten. Angesprochen werden insbesondere Personen nach einem Krankenhausaufenthalt, Senior*innen ohne familiären Rückhalt sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder komplexen gesundheitlichen und sozialen Problemen. Die bisherige Schlafunterkunft und das Tageszentrum sollen in ihrer bisherigen Form nicht fortgeführt werden; stattdessen entstehen zusätzliche Zimmer für Klient*innen mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Gleichzeitig sollen die medizinischen Angebote ausgebaut werden, unter anderem durch eine Hausarztpraxis und möglicherweise eine psychiatrische Ambulanz. Ein Teil der Räumlichkeiten soll bei Bedarf außerdem als Quarantäne- oder Isolationsbereich genutzt werden können. Ziel des Projekts ist es, in Prag eine stärkere Verbindung zwischen Sozial- und Gesundheitsversorgung für wohnungslose Menschen zu schaffen. Hintergrund ist, dass in der Hauptstadt, nach Einschätzung der Stadt, zunehmend Menschen ohne festen Wohnsitz leben, die zugleich auf medizinische und soziale Unterstützung angewiesen sind.