Neun Länder einigten sich in Prag auf Zusammenarbeit im KI-Bereich
3.9.2026
Neun mittel- und osteuropäische Staaten haben sich Anfang September 2026 in Prag auf eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz verständigt. Tschechien, Polen, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Litauen, Lettland und Rumänien unterzeichneten dazu die sogenannte Prager KI-Erklärung. Sie sieht eine abgestimmte Position in der europäischen KI-Politik, einen intensiveren Erfahrungsaustausch sowie eine stärkere Vernetzung der Recheninfrastruktur vor. Ein Schwerpunkt ist der geplante Aufbau einer KI-Gigafactory, für die sich Tschechien im Rahmen eines europäischen Auswahlverfahrens bewirbt. Das Vorhaben wird von České Radiokomunikace vorangetrieben, die gemeinsam mit Partner*innen aus der Region eines der vier geplanten mittelgroßen Zentren errichten wollen. Die Finanzierung soll überwiegend durch private Investor*innen erfolgen, während die beteiligten Staaten künftig einen Teil der verfügbaren Rechenkapazitäten nutzen könnten. Für das tschechische Projekt werden Investitionen von rund 4,1 Milliarden Euro veranschlagt, davon etwa 2,9 Milliarden Euro durch České Radiokomunikace sowie jeweils rund 615 Millionen Euro durch den tschechischen Staat und die Europäische Kommission.