Neue Anlegestellen an der Donau sorgen für Streit in Bratislava
17.9.2026
Der Bratislavaer Gemeinderat hat am 17. September 2026 Gespräche mit dem slowakischen Verkehrsministerium und der staatlichen Hafengesellschaft Verejné prístavy über die weitere Nutzung des Donauufers im Stadtzentrum gefordert. Anlass ist die umstrittene Errichtung neuer schwimmender Anlegestellen vor dem Einkaufs- und Stadtquartier Eurovea, die laut Stadt ohne ausreichende Abstimmung erfolgte. Bratislava befürchtet Einschränkungen des öffentlichen Zugangs zur Donau sowie der Freizeit- und Erholungsnutzung. Zudem will die Stadt freie Sicht auf das historische Zentrum bewahren und geplante Projekte wie den Donaupark und die Wiederbelebung des Lido-Strandes schützen. Als Teil der Initiative "Swimmable Cities" setzt die Stadt Bratislava außerdem auf einen besseren Zugang zur Donau. Bis zum Abschluss der Gespräche fordert die Stadt, keine weiteren schwimmenden Anlagen im betroffenen Abschnitt zwischen der Alten Brücke und der Apollo-Brücke zu errichten und bestehende sowie geplante Standorte zu überprüfen. Das Verkehrsministerium erklärte sich zu Gesprächen bereit. Die Hafengesellschaft wies den Vorwurf mangelnder Kommunikation zurück und erklärte, bereits mit der Stadt im Austausch zu stehen.