Kostenloses Volksbad in Berlin zieht nach zwei Monaten Bilanz
29.9.2026
Rund 20.000 Menschen haben das kostenlose Volksbad vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin genutzt, wobei kontroverse Debatten um das Projekt aufkamen. Die ursprünglich mit 300.000 Euro veranschlagten Kosten stiegen etwa auf rund 410.000 Euro, wobei unter anderem die Miete des Schwimmbeckens sowie Infrastruktur und Personal zu Buche schlugen. Nach Problemen mit den Duschen musste das Bad kurz nach der Eröffnung vorübergehend geschlossen werden. Für Diskussionen sorgte zudem ein geplanter Badetag nur für Kinder und Jugendliche mit schwarzer Hautfarbe, der nach rassistischen Drohungen und Sicherheitsbedenken abgesagt wurde. Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal verteidigte das Projekt dennoch und verwies auf die positive Resonanz sowie den ursprünglichen Anspruch, auf die marode Infrastruktur der Stadt aufmerksam zu machen. Am 29. September endet das Projekt nach knapp zwei Monaten. Anschließend ist unter anderem eine Performance der österreichischen Künstlerin Florentina Holzinger angekündigt.
Quelle: rbb (Newsportal vom Rundfunk Berlin-Brandenburg), Berlin