Bewerbung für Olympia 2036 in Budapest geplant
6.10.2026
Ungarn hat dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell sein Interesse an der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036 mitgeteilt. Budapest wäre dabei der zentrale Austragungsort. Es handelt sich jedoch noch nicht um eine offizielle Bewerbung oder Entscheidung, sondern um eine frühe Phase des mehrstufigen IOC-Auswahlverfahrens. Parallel dazu wurde der Budapester Rat für öffentliche Entwicklung, das gemeinsame Abstimmungs- und Koordinationsgremium von Regierung und Hauptstadt, gebeten, noch in diesem Herbst einen Konzeptvorschlag für eine mögliche Olympiabewerbung zu beraten. Oberbürgermeister von Budapest Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) betonte, dass die Austragung der Olympischen Spiele in Budapest nur dann sinnvoll sei, wenn sie sich „in jeder Hinsicht“ lohne. Er sieht darin weniger ein Prestigeprojekt als vielmehr eine mögliche wirtschaftliche Entwicklungsstrategie, durch die dringend benötigte Investitionen in die Stadt und das Land beschleunigt werden könnten. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass ein solches Vorhaben nicht zulasten anderer Bereiche, etwa des Gesundheitswesens, gehen dürfe. Die interessierten Länder sollen ihre Konzepte im November 2026 präsentieren. Eine Entscheidung des IOC über den Austragungsort wird für 2029 erwartet.